
Hajo Riesenbeck
Präsident des GfK Vereins
Ich darf Sie, meine Damen und Herren, ganz herzlich begrüßen zu unserer Jahrestagung.
Auch in diesem Jahr, liebe Freunde der GfK, haben viele prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu uns gefunden. Ich denke, Sie verzeihen es mir, wenn ich keine Einzelbegrüßung vornehme, denn das würde wirklich zu lange dauern. Ganz herzlich möchte ich aber auch die Vertreter der Medien begrüßen, die uns über die letzten 12 Monate wieder so freundschaftlich – freundschaftlich kritisch natürlich – begleitet haben. Bitte erhalten Sie uns, der GfK, Ihre Gunst.
Meine Damen und Herren, diejenigen, die heute nicht an der Mitgliederversammlung teilgenommen haben, wundern sich sicher, weshalb ich hier stehe und nicht, wie gewohnt, Herr Zühlsdorff.
Herr Zühlsdorff ist nach 13 Jahren als Präsident des GfK-Nürnberg e.V. heute zurückgetreten und die Mitgliederversammlung hat mich zu seinem Nachfolger gewählt sowie Herrn Zühlsdorff zum Ehrenpräsidenten. Herr Zühlsdorff ist seit 1986 im Verwaltungsrat der GfK tätig gewesen, seit 1992 als Präsident des Vereins und im gleichen Zeitraum als Vorsitzender des Aufsichtsrats der GfK AG.
Die GfK hat Herrn Zühlsdorff vieles zu verdanken. Mit ihm hat eine neue Zeitrechnung in der GfK begonnen. Er hat das Unternehmen von einer Verlustsituation – in der Banken nur ungern einen Kredit geben wollten – zu einem wirklich profitablen Unternehmen begleitet. Diejenigen unter Ihnen, die Aktionäre der AG sind, wissen wovon ich rede und profitieren in jedem Jahr davon. Der Umsatz hat sich von etwa 150 Millionen Euro auf jetzt mit der Übernahme der NOP 1 Milliarde Euro gesteigert und auch die Internationalisierung der GfK ist ein Verdienst der Begleitung durch Herrn Zühlsdorff. Ganz wesentliches Verdienst aber ist der Börsengang 1999, der dem Unternehmen weitere finanzielle Mittel zur Expansion verschafft hat und natürlich auch zur Professionalisierung des Gesamtunternehmens beigetragen hat.
Herr Zühlsdorff, ganz herzlichen Dank an dieser Stelle für die herausragenden Leistungen, die Sie für die GfK erbracht haben und vielen Dank dafür, dass Sie uns als Ehrenpräsident weiter begleiten werden. Dankeschön!
Kommen wir nun zum Thema des heutigen Tages, „Generation Silber: Marketing für die Märkte von morgen“.
Altern, das ist ein biologisches, körperliches, geistiges und ein soziales, also ein gesellschaftliches Phänomen. So wie jeder von uns als Individuum altert, so wird auch die Bevölkerung in ihrer Struktur älter, wie der Berliner Altersforscher Paul Baltes es so schön beschreibt. Deutschland steht, um es mit den Worten unseres Bundespräsidenten Horst Köhler zu sagen, vor zwei großen Herausforderungen, vor einer äußeren und einer inneren. Das eine ist die Globalisierung, die wir so viel diskutieren, und das andere ist der Bevölkerungsrückgang. Dieser Bevölkerungsrückgang wirkt sich aufgrund des Anstiegs der Lebenserwartung auch auf die Alterung der Gesellschaft aus.
Frau Niejahr, Journalistin der renommierten Wochenzeitung „DIE ZEIT“ aus Berlin und Autorin des Buches „Alt sind nur die anderen“ (wer könnte sich mit dem Titel nicht identifizieren), wird nun gemeinsam mit uns einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft werfen, um zu sehen, wie wir morgen leben, lieben, arbeiten und natürlich auch einkaufen werden, in Deutschland, in Europa und in den USA. Ich begrüße Sie herzlich, Frau Niejahr, und danke, dass Sie nach Nürnberg gekommen sind.
Der Markt der Generation Silber heute und morgen, dazu wird uns dann Herr Dr. Adlwarth, Geschäftsführer der GfK Panel Services, darstellen, wo die Potenziale und Chancen des älteren Marktes sind. Schön, dass Sie da sind, Herr Dr. Adlwarth.
Grau, rüstig und kaufkräftig: das ist die Generation Silber. Herr Reidl, Geschäftsführer der Agentur für Generationenmarketing, wird aufzeigen, über welche Medien, mit welchen Inhalten und vor allem mit welcher Sensibilität gerade die Generation Silber angesprochen werden muss. Herr Reidl kann sich dabei auf aktuelle Studien der GfK stützen. Ganz herzlich willkommen, Herr Reidl.
Und last but not least freue ich mich ganz besonders, Frau Fried, bekannte und erfolgreiche Journalistin sowie Moderatorin der Talksendung „3 nach 9“, heute hier bei uns begrüßen zu dürfen. Frau Fried wird die heutige Podiumsdiskussion moderieren. Ein ganz herzliches Willkommen, Frau Fried.
Frau Niejahr, ich darf Sie nun bitten, mit Ihren Ausführungen zu beginnen.